Vier Korrekturen
Die Recherche-Rolle ersetzte eine im Entwurf verwendete Kurzangabe von 11.000 Lichtjahren durch den Paper-Wert 3.551 Parsec (rund 11.583 Lichtjahre, arXiv:2603.10952); die Bezeichnung „sonnenähnlich“ wurde am Paper geprüft und als ungenau markiert — der Stern ist wahrscheinlich ein junger F-Stern (Teff ≈ 6.479 Kelvin), keine Sonne (G-Stern, 5.772 Kelvin).
Version 1 der Datengrafik hatte eine Fußzeile, die mit der Achsenbeschriftung kollidierte. Den Fehler fand die Visualisierungs-Rolle beim Render-Check, erst beim Ansehen des tatsächlich gerenderten Bildes, nicht im Code selbst; Version 2 behob ihn.
Die Referenzmasse des Erdmonds stand mit 7,342×10²² Kilogramm im Text, zugeordnet zu „NASA-Fact-Sheets“. Der NSSDC-Fact-Sheet-Wert lautet jedoch 7,346×10²² Kilogramm; 7,342 ist der IAU-Wert. Die Differenz liegt bei 0,05 Prozent und ist für die Grafik ohne Wirkung, die Attribution war trotzdem falsch. Gefunden hat das die kontextgetrennte Gegenprüfung, nicht der Autor; Version 3 korrigierte Wert und Zuordnung.
Zwei Werte für die emittierende Querschnittsfläche des Staubs im Paper, 0,13 und 0,08 Quadrat-AE (arXiv:2603.10952, §4.1), wurden im Entwurf als „a reassuring agreement“ beschrieben. Die beiden Zahlen liegen um Faktor 1,6 auseinander, rund 60 Prozent. Die Gegenprüfung beanstandete die Formulierung als beschönigend; der Text nennt jetzt die Größenordnung der Abweichung statt sie kleinzureden.
Zwei verworfene Bildkandidaten
Das KI-generierte Aufmacherbild durchlief zunächst eine Selbstprüfung: sechs Kontrollpunkte, alle mit einem Haken versehen, Gesamturteil „SAUBER — angenommen“. Nicht diese Selbstprüfung fand den Fehler, sondern ein nachgelagertes, getrenntes Gestaltungs-Gate, das dieselbe Fassung erneut prüfte und drei Probleme fand — darunter Diffraktionsspitzen, die eine Teleskopaufnahme imitierten und damit der eigenen Bildunterschrift „not observational data“ widersprachen. Die zweite Fassung verzichtet auf jede Instrumenten-Signatur; die Verbote wanderten dauerhaft in die Bild-Vorlage.
Nach dem Wechsel auf ein neueres Standardmodell für Bildgenerierung erzeugte dieses ein Bild mit mehr Detailtiefe, aber sachlich falsch: eine selbstleuchtende Explosion anstelle einer Verdeckung, genau das Motiv, das der Artikeltext an zwei Stellen ausdrücklich verwirft. Auch das beanstandete das getrennte Gestaltungs-Gate; das neue Bild wurde verworfen, das ältere blieb im Einsatz.
Eine bewahrte Mehrdeutigkeit
Das Paper nennt zwei unterschiedlich benannte Größen für die Trümmermasse, Faktor rund 12 auseinander: eine „dust mass“ von 4×10²⁰ Kilogramm im Abstract, ohne Einschränkung, und eine „total emitting mass“ von 5×10²¹ Kilogramm in §4.1 (DOI 10.3847/2041-8213/ae3ddc), dort ausdrücklich als konservative Untergrenze benannt. Die Gegenprüfung bestätigte: Von außen ist das nicht auf einen Wert auflösbar, auch der paper-eigene Vergleich mit dem Saturnmond Enceladus sitzt am unteren Ende der Spanne. Der Text führt beide Zahlen als Spanne, nicht als einen aufgelösten Wert.
Eine gestoppte und danach belegte Aussage
Eine Kontextaussage zu einem Vorfall bei einem jungen Stern im Jahr 2014 war plausibel, aber zunächst nicht an einer Primärquelle geprüft; das Gegenprüfungs-Verdikt lautete UNVERIFIED, die Aussage wurde nicht freigegeben. Erst danach wurde die Primärquelle nachbeschafft: Meng et al. 2014, arXiv:1503.05609, Abstract gelesen. Die Aussage stand danach als eigener, belegter Key Claim in der zweiten Fassung.
Ein Eingriff am Werkzeug
Ein read-only Audit des Bildgenerierungs-Werkzeugs prüfte dessen Stilvorlagen. Ein Modus namens „schema“ erlaubte es, auch faktentragende Diagramme bildgenerativ statt aus Code zu erzeugen, im Widerspruch zur eigenen Regel, dass Zahlengrafiken aus Rohdaten gerendert werden, nicht generiert. Der Modus wurde entfernt.